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Löwenzahnmarmelade

Der süß-säuerliche Geschmack der Löwenzahnmarmelade passt perfekt zum flaumigen Biskuitteig (© Mayr)

Gleich vorweg, Löwenzahnmarmelade verlangt Geduld und Zeit, die sollte man also mitbringen. Es lohn sich aber auf alle Fälle, der Geschmack ist superlecker. Ich verwende sie etwa anstatt von Marillenmarmelade als Kuchen- oder Palatschinkenfüllung. Lecker!

Rezept Löwenzahnmarmelade

  • 3 Handvoll junge, frisch aufgegangene Löwenzahnblüten
  • 1 Bio-Zitrone
  • 1,2 l Wasser, alternativ: 0,7 l Wasser und 0,5 l Apfelsaft
  • 1 P. Gelierzucker 1:2

1. Die Blüten am besten zu Mittag sammeln, da sind sie weder zu nass vom Morgentau noch zu trocken von der Mittagssonne. Dann werden die gelben Kronblätter von den Kelchen abgezupft. Das ist viel Arbeit, aber es lohnt sich, da das Grün die Marmelade einfach bitter macht.

2. Die abgezupften Kronblätter nun mit dem Wasser oder Wasser-Saft-Gemisch übergießen und die in Scheiben geschnittene Zitrone dazugeben. Ich habe beide Varianten probiert, einmal nur Wasser, einmal mit Apfelsaft gemischt – mit Apfelsaft schmeckt es eine Spur eleganter. Alles aufkochen und ca. 10 Minuten köcheln lassen. Danach muss das Gemisch mal über Nacht, besser einen ganzen Tag, zugedeckt stehen.

3. Am nächsten Tag werden die Zitronenscheiben entfernt und die Masse püriert. Mein Pürierstab schafft nicht alle Kronblätter, ein paar bleiben immer ganz. Aber das stört nicht, ganz im Gegenteil. Nach dem Pürieren gibt man den Gelierzucker hinzu und nach Packungsanleitung ca. 4 Minuten kochen lassen. Danach in saubere Gläser füllen (3-4 x0,5l).

Mein Tipp: Auf jeden Fall eine Gelierprobe machen! Letztes Jahr ist mir die Marmelade viel zu flüssig geraten, dieses Jahr fast eine Spur zu fest. Ich habe die Mengenangaben im Rezept noch leicht angepasst, es sollte so stimmen.

Rezept Biskuitroulade mit Löwenzahnmarmelade

(nach Ingrid Pernkopf, der besten oberösterreichischen Köchin)

Zutaten:

  • 8 Eidotter
  • 20 g Staubzucker (für den Dotter)
  • 5 Eiklar
  • 80 g Kristallzucker (für den Schnee)
  • 80 g glattes Mehl
  • ev. 1 Löffel Maizena
  • Salz
  • geriebene Zitronenschale
  • Zucker für die Unterlage
  • ca. 250 g Löwenzahnmarmelade (oder Marille)

Zubereitung:

1. Backofen auf 165-175 Grad (Ober- und Unterhitze) vorheizen (je nach Herd). Ein Backblech mit Backpapier vorbereiten.

2. Zuerst den Dotter mit dem Staubzucker schaumig rühren (dauert ca. 10 Minuten, Biskuitteig muss gut gerührt werden).

3. Danach den Eischnee mit dem Kristallzucker zu einen cremigen Schnee schlagen (unbedingt aufpassen, dass er nicht ausflockt! Am besten den „Kopf-über-Test“ machen: sobald man den Topf umdrehen kann, ohne dass der Schnee herausfällt, ist er fertig 😉 )

4. Das Mehl sieben und dann abwechselnd mit dem Schnee unter die Dottermasse mengen. Ev. einen Löffel Maizena hinzugehen, je nachdem wie kompakt die Masse ist. Nicht lange rühren, damit die Masse nicht zusammenfällt.

5. Die Masse gleichmäßig auf das mit dem Backpapier belegte Blech streichen. Die Masse je nach Herd 11-12 Minuten backen. Sie ist fertig, wenn sie 1. oben schon leicht gebräunt ist und 2. sie leicht nachgibt und sich fluffig anfühlt, wenn man sie mit der Hand andrückt. Bitte nicht zu lange backen, sonst wird sie hart.

6. Während des Backens ein frisches Geschirrtuch vorbereiten und dieses mit Staubzucker bestreuen.

7. Die fertige Roulade nun direkt aus dem Rohr auf das Geschirrtuch stürzen. Das Backpapier vorsichtig abrollen, so dass die Roulade nicht bricht (mit kaltem Wasser bestreichen hilft). Den Biskuitteig sofort einrollen und etwas abkühlen lassen (sie soll aber noch warm bleiben). Danach wieder vorsichtig ausrollen und mit der Löwenzahnmarmelade bestreichen. Wieder einrollen und fertig ist die Marmelade.

Viel Spaß beim Nachkochen!

Eure Elisabeth

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