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Gemmotherapie

Gemmotherapie. Was kann das sein? Hinweis gibt uns schon der Name: Gemmo kommt vom lateinischen „gemma“, was Auge oder Knospe bedeutet. Also: Knospentherapie. Man verwendet die ganz jungen Knospen der Bäume und Sträucher und zieht mithilfe von Glycerin und Alkohol die Wirkstoffe heraus (Mazerat) und voilà, fertig ist ein hochwirksames Pflanzenserum.

Warum sind Knospen nun so wirksam?

Im Frühjahr, wenn die Pflanzen aus dem Winterschlaf erwachen und sie ihre ganze Kraft und Energie in das Wachstum hineinstecken – dann ist der beste Zeitpunkt, um sich einen kleinen Teil dieser Kraft zu stibitzen. Denn: Jede noch so winzige Knospe trägt das ganze Wirkungsspektrum der späteren Pflanze ja bereits in sich. Knospen sind das embroynale Pflanzenmaterial einer Pflanze und stecken somit noch mitten in ihrer Entwicklung. Bis die Knospen ein fertiges Blatt, Ast oder eine fertige Blüte sind, dauert es noch ein wenig. Aber genau dieses frühe Stadium  verhindert, dass die Knospe schon durch Zellteilung geschädigt ist. Eine Knospe ist sozusagen „Reinmaterial“.  Achtung, dadurch wirken Knospenpräparate nicht nur auf der körperlichen sondern auch auf der seelischen Ebene.

Schützendes Gewebe

Das Embryonalgewebe der Knospen besteht aus schützenden Proteinen und Phytohormonen. Um diese hochwirksamen Proteine aus der Pflanze herauszuziehen, braucht es unbedingt Glycerin. Die Proteine der Knospen und die menschlichen Zellen ähneln einander, Glycerin ist dabei der ideale Trägerstoff, da es die Zellinformationen aus den Knospen optimal speichert und auf den Menschen überträgt. Nähme man nur Alkohol, würde es eben diese für Menschen so wirksamen Zellinformationen zerstören.  Alkohol ist dennoch nötig, um die anderen Wirkstoffe aus der Knospe zu locken.

Powerpaket Knospe

Insgesamt ist eine Knospe ein Powerpaket: Enzyme, Wachstumshormone, Proteine, Kohlenhydrate, Flavonoide, Gerbstoffe. Die Olgiosaccharine (Kohlenhydrate) etwa haben eine stark schützende Funktion und wehren Pilze und Bakterien ab.

Welche Pflanzen sind dafür geeignet?

Für die Gemmotherapie eigenen sich sämtliche Bäume und Sträucher, die im Frühjahr Knospen tragen. Die Knospen werden ja bereits schon im Herbst gebildet und überstehen gut geschützt den Winter. Im Frühjahr gehts dann mit voller Kraft los und aus einer Knospe entstehen Blüten, Äste Blätter. Denke man nun als Vergleich an den Löwenzahn, dessen Wurzel unter der Erde schlummert und der im Frühjahr ebenfalls mit ganzer Kraft blüht und eine der wichtigsten Entgiftungsplanzen überhaupt ist. Aber nach seiner Blüte zieht er sich zurück, es bleibt wieder die unterirdische Wurzel. Das Powerpaket des Löwenzahns liegt nun ebenfalls in den Knospen, knapp bevor sie sich öffnen – genau wie bei den Knospen der Gemmotherapie – jedoch mit einem wichtigen Unterschied: die Inhaltsstoffe sind andere. Es gibt dieses embryonale Gewebe mit dem Wirstoffmix nicht, ich brauche kein Glycerin.  Löwenzahnknospen wirken und schmecken am besten frisch im Salat und als Kapernersatz (Rezept dazu folgt). Solche Pflanzen sind für die Gemmotherapie nicht geeignet.

Für Anfänger empfehle ich übrigens das Buch von Cornelia Stern: Die Heilkraft der Pflanzenknospen. [amazon text=Amazon&asin=https://www.amazon.de/Die-Heilkraft-Pflanzenknospen-Gemmotherapie-entdecken/dp/3830482078/ref=sr_1_2?ie=UTF8&qid=1524086361&sr=8-2&keywords=gemmotherapie]

Darin ist alles kurz und grundlegend erklärt, ganz toll finde ich auch, dass man gleich ein wenig etwas über die gängigsten Pflanzen erfährt.

Hier gehts zum Grundrezept

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