Pflanzenporträts

Ampfer

Kennen Sie das berühmte „Alte Ross“, „Strumpfn“ „wilde Ross“ oder der „Stumpfblättrige Ampfer“ wie er mit botanischen Namen heißt?

Ich kenne es schon seit frühester Kindheit, wenn ich mit meinen Vater auf die Wiese gegangen bin, um es auszurupfen. Die Arbeit war immer mit lauten Flüchen begleitet: Stumpfblättrige Ampfer können meterlange Wurzeln bilden und sind quasi unausrottbar. Irgendwann sind die „Alten Ross“ von unserer Wiese verschwunden, es war kurz nachdem meine Eltern ihren Hof auf biologische Wirtschaft umgestellt haben. Die Freude, die meine Eltern dann empfanden, wenn sie auf anderen Wiesen Alten Rösser gedeihen sehen, kann man nur schwer beschreiben, aber sie war unermesslich. Warum ist das Alte Ross nun so verschrien? Nun, einerseits es es leicht giftig: es enthält Oxalsäure und wird deswegen von vielen Tieren gemieden. Andererseits ist es eine Wucherpflanze, ein Platzräuber, der anderen Pflanzen Platz und Nährstoffe stiehlt. Die Menschen verwendeten es aber trotzdem in der Heilpraxis: Es ist ein altbekanntes und bewährtes Durchfallmittel.

Stumpfblättriger Ampfer/Wikicommons

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