Warning: Trying to access array offset on value of type bool in /home/.sites/992/site8802551/web/wp-content/themes/fruitful/functions.php on line 577 Warning: Trying to access array offset on value of type bool in /home/.sites/992/site8802551/web/wp-content/themes/fruitful/functions.php on line 577
13 Mrz

März ist Knospenzeit!

Es ist soweit! Endlich lässt sich der Frühling erahnen, der Winter scheint sich vorerst wirklich verabschiedet zu haben.

Das lässt natürlich mein Kräuterherz höherschlagen: Im Frühling gibts so viel zu tun! Da weiß man gar nicht, wo man anfangen soll. Zum Glück muss man auf die Natur warten und sich mit dem begnügen (was für ein furchtbares Wort eigentlich!) was es halt gerade so gibt. Und das ist gerade ja .. wie könnte es anders sein .. eine ganze Menge und etwas, das ihr vielleicht noch gar nicht so auf dem Radar gehabt habt: Knospen.

Ja Knospen. Das sind die Miniteile, die auf Bäumen und Sträuchern wachsen, gerade guggen jene von Hasel und Birke hervor, bereit aufzubrechen. Ich persönlich schwöre auf Knopsen, das sind wirklich kleine Wundermittel, die uns die Natur im Frühjahr schenkt und die wunderbare Kraftbomben für unsere Gesundheit sind. Jede Knospe ist eine fertig ausgewachsene Pflanze im Kleinformat – mit einer besonders schützenden Hülle, die für uns Menschen natürlich auch besonders wirksam ist. So genug des Loblieds. Ich habe hier schon eine Menge darüber geschrieben, wenn ihr mehr über Gemmotherapie erfahren wollt (so heißt die Knospentherapie).

Aus den Knospen wird das sogenannte Mazerat gemacht. Wie das genau geht, kannst du hier nachlesen. Im fertigen Mazerat sind die Inhaltsstoffe der Knospe – genial einfach und vor allem auch einfach anzuwenden, wenn du nicht so der Teeliebhaber bist, wie ich das leider bin, oder auch nicht so auf Tinkturen stehst. Einfach einen Sprühstoß in den Mund, und schon bekommt der Körper eine Dosis Wohlbefinden und Gesundheit.

Am Wochenende habe ich mich über ein Hasel- und Birkenmazerat getraut. Beides Pflanzen, die schon Knospen tragen, zumindest im kalten Mühlviertel. Jetzt stehen beide Flaschen auf der Fensterbank, in zwei Wochen kann ich sie abfüllen.

Haselmazerat ist -wie die Hasel generell – sehr gut für Halsschmerzen und für Entgiftungen. Auch gegen Blutarmut hilft sie recht gut. Da Mazerate auch gut für auf die Seele wirken, hilft dir ein Haselmazerat auch gut gegen schlechte Stimmung und Depressionen, vor allem für sensible Menschen kann es eine gute Kraftquelle sein.

Birke, die das Symbol schlechthin für Lebensfreude und Leichtigkeit ist, hilft bei der Frühjahrskur, ist entwässernd und entschlackend. Es hilft dir dabei, altes loszulassen und dem neuen mit Freude entgegenzugehen.

 

05 Mrz

Knospenmazerat

Zutaten, ergibt vier Flaschen à 50 ml

  • 1 g Knospen – frisch gepflückt
  • 100 ml Gylcerin 85 %
  • 100 ml Alkohol 70 %
  • Messlöffel oder digitale Küchenwaage, scharfes (Keramik)Messer, Mulltuch oder Teesieb, Schneideunterlage
  • Folgende Braunflaschen: 1x 20 ml, 4x  50 ml mit Sprühknopf, oder alternativ 2x 100 ml mit Sprühknopf
  • 1 kleinen Trichter

Zubereitung:

Vorweg: Der richtige Zeitpunkt eine Knospe zu pflücken ist der, bevor sie sich öffnet. Sie kann schon ein ganz ein wenig grün hervor blitzen, aber prinzipiell sollte sie noch geschlossen sein und kurz vorm Aufblühen sein. Wann das genau ist, lernt man am besten durch Beobachtung. Keine Sorge, wenn ihr  bei einer bestimmten Pflanze den Zeitpunkt verpasst: bei der nächsten Pflanze gehts vielleicht besser und es kommt ja immer ein nächstes Jahr. Und am Anfang hab ich die Knospen wohl eher zu früh als zu spät gepflückt. Ganz ehrlich, bei der Anwendung merkte ich keinen Unterschied. 🙂

  • Die Knospen frisch pflücken. Man drückt sie dabei vorsichtig mit zwei Fingern ab. Und bitte die Grundregel beachten: Von drei Knospen nur zwei, besser nur eine nehmen, damit der Baum oder Strauch unbeschadet weiterwachsen kann. 1 Gramm ist wenig. Am Anfang nahm ich mir noch gerne die Löffelwaage mit, mittlerweile hab ich es schon im Gespür, wie viel ich brauche. Übrigens: hier eine klare Kaufempfehlung für eine Löffelwaage, die ist für diese kleine Mengen wirklich genial. Ich benutze eine von Söhnlein. [amazon text=Amazon&asin=https://www.amazon.de/Soehnle-66220-Digitale-K%C3%BCchenwaage-Cooking/dp/B00JP8UMFG/ref=sr_1_2?ie=UTF8%26qid=1520974078%26sr=8-2%26keywords=l%C3%B6ffelwaage]
Frische Knospen von der Hasel.

Nachdem man die Knospen gesammelt hat, ich nehme dafür entweder eine kleine Schatulle oder ein Leinentuch, zerkleinert man sie mit einem Keramikmesser und füllt sie in die 20ml Braunflasche.

Zerkleinert duften sie wunderbar.

Danach gibt man mit einem Trichter 10 ml Glycerin und 10 ml Alkohol dazu, also halb halb. Die Braunflasche gut verschließen und schütteln. Danach an einem warmen, nicht sonnigen Ort stellen und zwei bis drei Wochen stehen lassen. Jeden Tag schütteln nicht vergessen.

Gut verschließen und: warten!

Danach das Mazerat durch ein Teesieb, ein Mulltuch, etc. in ein Becherglas abseihen und mit 90 ml Glycerzin und 90 ml Alkohol vermischen. Das Glasschwenken oder umrühren, damit sich das Mazerat mit den beiden gut vermischt. Das nun fertige Gemisch in die vier Braunflaschen à 50ml abfüllen und mit einem Sprühknopf verschließen.

Anwendung und Dosierung:

Als Vorbeugung zwei bis dreimal täglich ein Sprühstoß direkt in den Mund geben. Das Mittel wird direkt über die Mund- und Rachenschleimhaut aufgenommen. Auch für Kinder ab sieben Jahren geeignet.

Akuthilfe: viertelstündlich einnehmen, bis die Beschwerden nachlassen. Danach langsam reduzieren.

Nebenwirkungen:

Gemmomittel werden gut vertragen. Es kommt immer auf die Pflanze an, welche „Neben“wirkungen möglich sind: manchmal wird das Hautbild schlechter (bei reinigenden Pflanzen) oder man schwitzt mehr, Frauen haben mehr Ausfluss.

05 Mrz

Gemmotherapie

Gemmotherapie. Was kann das sein? Hinweis gibt uns schon der Name: Gemmo kommt vom lateinischen „gemma“, was Auge oder Knospe bedeutet. Also: Knospentherapie. Man verwendet die ganz jungen Knospen der Bäume und Sträucher und zieht mithilfe von Glycerin und Alkohol die Wirkstoffe heraus (Mazerat) und voilà, fertig ist ein hochwirksames Pflanzenserum.

Warum sind Knospen nun so wirksam?

Im Frühjahr, wenn die Pflanzen aus dem Winterschlaf erwachen und sie ihre ganze Kraft und Energie in das Wachstum hineinstecken – dann ist der beste Zeitpunkt, um sich einen kleinen Teil dieser Kraft zu stibitzen. Denn: Jede noch so winzige Knospe trägt das ganze Wirkungsspektrum der späteren Pflanze ja bereits in sich. Knospen sind das embroynale Pflanzenmaterial einer Pflanze und stecken somit noch mitten in ihrer Entwicklung. Bis die Knospen ein fertiges Blatt, Ast oder eine fertige Blüte sind, dauert es noch ein wenig. Aber genau dieses frühe Stadium  verhindert, dass die Knospe schon durch Zellteilung geschädigt ist. Eine Knospe ist sozusagen „Reinmaterial“.  Achtung, dadurch wirken Knospenpräparate nicht nur auf der körperlichen sondern auch auf der seelischen Ebene.

Schützendes Gewebe

Das Embryonalgewebe der Knospen besteht aus schützenden Proteinen und Phytohormonen. Um diese hochwirksamen Proteine aus der Pflanze herauszuziehen, braucht es unbedingt Glycerin. Die Proteine der Knospen und die menschlichen Zellen ähneln einander, Glycerin ist dabei der ideale Trägerstoff, da es die Zellinformationen aus den Knospen optimal speichert und auf den Menschen überträgt. Nähme man nur Alkohol, würde es eben diese für Menschen so wirksamen Zellinformationen zerstören.  Alkohol ist dennoch nötig, um die anderen Wirkstoffe aus der Knospe zu locken.

Powerpaket Knospe

Insgesamt ist eine Knospe ein Powerpaket: Enzyme, Wachstumshormone, Proteine, Kohlenhydrate, Flavonoide, Gerbstoffe. Die Olgiosaccharine (Kohlenhydrate) etwa haben eine stark schützende Funktion und wehren Pilze und Bakterien ab.

Welche Pflanzen sind dafür geeignet?

Für die Gemmotherapie eigenen sich sämtliche Bäume und Sträucher, die im Frühjahr Knospen tragen. Die Knospen werden ja bereits schon im Herbst gebildet und überstehen gut geschützt den Winter. Im Frühjahr gehts dann mit voller Kraft los und aus einer Knospe entstehen Blüten, Äste Blätter. Denke man nun als Vergleich an den Löwenzahn, dessen Wurzel unter der Erde schlummert und der im Frühjahr ebenfalls mit ganzer Kraft blüht und eine der wichtigsten Entgiftungsplanzen überhaupt ist. Aber nach seiner Blüte zieht er sich zurück, es bleibt wieder die unterirdische Wurzel. Das Powerpaket des Löwenzahns liegt nun ebenfalls in den Knospen, knapp bevor sie sich öffnen – genau wie bei den Knospen der Gemmotherapie – jedoch mit einem wichtigen Unterschied: die Inhaltsstoffe sind andere. Es gibt dieses embryonale Gewebe mit dem Wirstoffmix nicht, ich brauche kein Glycerin.  Löwenzahnknospen wirken und schmecken am besten frisch im Salat und als Kapernersatz (Rezept dazu folgt). Solche Pflanzen sind für die Gemmotherapie nicht geeignet.

Für Anfänger empfehle ich übrigens das Buch von Cornelia Stern: Die Heilkraft der Pflanzenknospen. [amazon text=Amazon&asin=https://www.amazon.de/Die-Heilkraft-Pflanzenknospen-Gemmotherapie-entdecken/dp/3830482078/ref=sr_1_2?ie=UTF8&qid=1524086361&sr=8-2&keywords=gemmotherapie]

Darin ist alles kurz und grundlegend erklärt, ganz toll finde ich auch, dass man gleich ein wenig etwas über die gängigsten Pflanzen erfährt.

Hier gehts zum Grundrezept